Mehr Teilhabe und Selbstbestimmung - das Bundesteilhabegesetz (BTHG)

Mit dem BTHG vollzieht sich ein Paradigmenwechsel – mehr Selbstbestimmung, mehr individuelle Teilhabe und mehr Gleichberechtigung für Menschen mit Behinderung

 

Was ist das Bundesteilhabegesetzt (BTHG)?

Ende 2016 hat der Bundestag das „Gesetz zur Stärkung der Teilhabe und Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderung“ - das Bundesteilhabegesetz - verabschiedet. Das Bundesteilhabegesetz (BTHG) ist ein umfassendes Gesetzespaket, das für Menschen mit Behinderungen viele Verbesserungen vorsieht. „Das Gesetz zur Stärkung der Teilhabe und Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderung“ – hat zum Ziel, mehr Möglichkeiten der Teilhabe und mehr Selbstbestimmung zu schaffen.

                                

Was ändert sich durch das BTHG?

Das Bundesteilhabegesetz gliedert sich in insgesamt vier Reformstufen. Die vollständige Umsetzung des Gesetzes wird erst 2023 abgeschlossen sein. Die 3. Reformstufe, die seit dem 1.1.2020 gilt, umfasst folgende wesentliche Änderungen:

Trennung der Unterstützungsleistungen der Eingliederungshilfe von den existenzsichernden Leistungen

Seit Januar 2020 gelten für alle Wohnformen die gleichen Regelungen: Die Eingliederungshilfe konzentriert sich nur auf die Leistungen, die Menschen mit Behinderung  zur Bewältigung ihres Lebens und zur gesellschaftlichen Teilhabe benötigen - die sogenannten Assistenzleistungen. Die Miete und die Lebenshaltungskosten müssen, wie bei Menschen ohne Behinderung, über das eigene Einkommen und Vermögen oder über Sozialhilfeleistungen gedeckt werden. 

Personenzentrierung

Die Umsetzung des BTHG führt zu einem Abschied von Komplexleistungen. Oder von All-Inclusive-Paketen zu individuellen Angeboten. Alle Leistungen, die ein Mensch aufgrund seiner Behinderung braucht, sollen passgenau und orientiert am individuellen Bedarf des Einzelnen erbracht werden. Folglich muss auch der individuelle Bedarf neu ermittelt werden. Der Bedarf an Assistenzleistungen wird in einem sogenannten Teilhabe- und Gesamtplanverfahren individuell erhoben. Die Bedarfsermittlung erfolgt unter engem Einbezug der Menschen mit Behinderung und ihren Vertretern.

Aktuell arbeiten wir  intensiv an der Ausgestaltung der Vorgaben des BTHG und richten unser Denken, unsere alltägliche Arbeit und unsere Angebote auf die neuen Zeiten aus.

 

Wir lassen Sie nicht allein - Leistungsberechtigte, Angehörige oder rechtliche Betreuende werden rechtzeitig informiert, wenn sie etwas tun müssen. Bei Fragen zum Bundesteilhabegesetz und zu dessen Umsetzung in unseren Diensten und Einrichtungen können Sie gerne Kontakt mit uns aufnehmen.

Ausführliche Informationen zum BTHG finden Sie auf folgenden Internetseiten:

www.cbp.caritas.de

www.umsetzungsbegleitung-bthg.de

BTHG in leichter Sprache: Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) erklärt das Bundesteilhabegesetz kompakt und in leichter Sprache. Wenn Sie zu diesen Informationen gelangen wollen, klicken Sie bitte hier.

 

Kontakt

Ingrid Laible

Erzbergerstraße 25
78224 Singen
E-Mail: laible(at)caritas-singen-hegau.de
Tel.:     07731 - 969 70-133

Kontakt

Myrjam Heintze

Hohentwielstraße 6/1 
78315 Radolfzell
E-Mail: m.heintze(at)caritas-kn.de
Tel.:     07732 - 93 8059 -45

 

Ausführliche Informationen zum BTHG finden Sie auf folgenden Internetseiten:
www.cbp.caritas.de
www.umsetzungsbegleitung-bthg.de